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Fahrschüler-Unfallversicherung

Versicherungsschutz besteht

  • während der praktischen und theoretischen Ausbildung und
  • auf dem direkten Weg zu und von der Fahrschule bzw. zum und vom Unterricht.

Versichert sind auch Teilnehmer der Berufskraftfahrer-Aus- und Weiterbildung, Teilnehmer eines Fahrtrainings für Zivildienstleistende und Teilnehmer an Aufbauseminaren (ASF, ASP, FSF), allerdings nicht auf dem Weg zu und von der Fahrschule bzw. zum und vom Unterricht.

Die Fahrschüler-Unfallversicherung leistet wie jede Unfallversicherung unabhängig von der Verschuldensfrage. Mögliche Zahlungen anderer Versicherungen werden nicht angerechnet.

 

Invalidität

Wenn als Folge eines Unfalles die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit noch nach einem Jahr ganz oder zum Teil dauernd beeinträchtigt wird (Invalidität), erhält der Versicherte bei vollständiger Invalidität die volle, bei Teilinvalidität den dem Grad der Invalidität entsprechenden Teil der Invaliditätssumme als Kapital; in bestimmten Fällen als Rente.

Beispiel:

 

Versicherungssumme: EUR 52.000,00
Invaliditätsgrad: 50 %
Entschädigungsleistung: EUR 26.000,00

 

Invalidität mit Mehrleistung (Erweiterung der Allgemeinen Versicherungsbedingungen)

Die Leistung verdoppelt sich ab einem Invaliditätsgrad von 90%.

Beispiele:

 

Versicherungssumme: EUR 52.000,00

1. Invaliditätsgrad: 70 %
Entschädigungsleistung: EUR 36.400,00

2. Invaliditätsgrad: 95 %
Entschädigungsleistung: EUR 98.800,00

 

Krankenhaustagegeld

Ist nach einem Unfall eine stationäre Behandlung in einem Krankenhaus notwendig, so erhält der Versicherte für jeden Krankenhaustag das vereinbarte Krankenhaustagegeld für die vertraglich festgelegte Dauer.

Genesungsgeld

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus steht dem Versicherten Genesungsgeld nach den vertraglichen Vereinbarungen zu.

Übergangsleistung

Sie soll Schwerverletzten eine schnelle Hilfe bieten (zum Beispiel zur Finanzierung der Heilbehandlung). Die Übergangsleistung wird fällig, wenn der Versicherte sechs Monate nach dem Unfall in seiner normalen körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit im beruflichen oder außerberuflichen Bereich noch immer zu mehr als 50% beeinträchtigt ist.

Tod

Stirbt der Versicherte innerhalb eines Jahres an den Folgen eines Unfalles, wird die versicherte Todesfall-Leistung fällig.

Bergungskosten

Diese Leistung ist beitragsfrei enthalten. Sie deckt Kosten für die Suche nach Verletzten sowie für den Transport ins Krankenhaus und in den Heimatort bis zu EUR 5.200,00.

 

Schadensbeispiel

Tobias Maier, Fahrschüler in der 15. Fahrstunde der Klasse-A-Ausbildung, mißachtet beim Linksabbiegen den Vorrang eines herannahenden Pkw. Es kracht; Tobias liegt mit komplizierten Beinbrüchen schwer verletzt am Boden. Das rechte Bein bleibt dauerhaft geschädigt. Laut ärztlichem Attest ist die Gebrauchsfähigkeit des Beines zu 50% gemindert.

Die Beteiligten sind zwar froh, daß es nicht noch schlimmer gekommen ist. Doch die Frage steht im Raum: Wer zahlt?

Tobias - er war 90 Tage im Krankenhaus - und seine Eltern erwarten eine Entschädigung von der Fahrschule bzw. deren Haftpflichtversicherung.

Fahrschulinhaber und ausbildender Fahrlehrer sind gegen Schadensersatzansprüche eines unfallverletzten Fahrschülers über die Kraftfahrt-Haftplichtversicherung abgesichert. Doch besteht nach geltendem Recht eine Verpflichtung zum Schadensersatz nur dann, wenn ein Verschulden des Fahrlehrers vorliegt.

Durch Umsicht und Sorgfalt sorgt der Fahrlehrer dafür, daß in aller Regel Unfälle des Fahrschülers vermieden werden. Verunglückt der Fahrschüler trotz pflichtgemäßer Ausbildung gleichwohl, so trifft den Fahrlehrer kein Verschulden.

So war es auch in diesem Fall:
Der Fahrschüler war weder überfordert, noch ist ein Ausbildungsfehler, der zum Unfall beigetragen haben könnte, feststellbar. Die Haftpflichtversicherung der Fahrschule lehnt daher zu Recht jegliche Leistung ab.
Wie soll sich nun die Fahrschule verhalten?

Fakt ist:

Die Fahrschule muß weder Schmerzensgeld leisten noch für die Dauerschäden aufkommen.

Weil wir aber eine Fahrschüler-Unfallversicherung abgeschlossen haben, erhält Tobias  hieraus folgende Leistungen:

  1. Invaliditätsleistung wegen des zu 50 % geschädigten Beines (Invaliditätsgrad = 35 %) = EUR 18.200,-
  2. Krankenhaustagegeld für die Zeit des stationären Aufenthaltes = EUR 1.440,-
  3. Genesungsgeld für den ersten bis 90. Tag = EUR 520,-
    (1-10. Tag je EUR 16,-, 11.-20. Tag je EUR 8,-, 21.-90. Tag je EUR 4,-)

 

Copyright by Fahlehrerversicherung
Genehmigung von Fahrlehrerversicherung VaG, Abteilung Vertrieb, Jekaterina Schulze